Eisenmangel: Ursachen

Eisenmangel: Ursachen Wichtige Ursache für Eisenmangel: Zu wenig Eisen in der Nahrung

Die Ursachen von Eisenmangel sind vielfältig: Faktoren wie eine eisenarme Ernährung, erhöhte Eisenverluste sowie eine beeinträchtigte Eisenaufnahme im Darm können eine Rolle spielen. Besonders häufig sind Frauen im gebärfähigen Alter betroffen. In der Schwangerschaft verschärft sich die Situation noch zusätzlich, da der Eisenbedarf auf das Doppelte ansteigt.

Eisenmangel & Ernährung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Frauen im gebärfähigen Alter eine Eisenaufnahme von 15 mg pro Tag. Für Männer wird eine Tagesdosis von 10 mg empfohlen.

Besonders kritisch ist die Versorgungslage bei Frauen. So kam die Nationale Verzehrsstudie zu dem Ergebnis, dass 75 Prozent der unter 50jährigen Frauen die Empfehlungen nicht erreichen. Das Problem einer unzureichenden Eisenaufnahme über die Ernährung ist also vor allem in der weiblichen Bevölkerung weit verbreitet.

Auch Vegetarier bzw. Veganer sind öfter von einem Eisenmangel betroffen – schließlich kommt bei ihnen Fleisch als eine der wichtigsten Eisenquellen nicht auf den Tisch.

Speziell in Phasen, in denen der Eisenbedarf ansteigt, ist das Risiko für einen Mangel besonders hoch. Das kann z. B. in Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit der Fall sein.

Mehr zu den Risikogruppen für Eisenmangel.

Eisenmangel & Schwangerschaft

Europäischen Untersuchungen zufolge ist ungefähr die Hälfte aller Schwangeren von einem Eisenmangel betroffen. Speziell in Deutschland nehmen 65 Prozent der Schwangeren weniger als die Hälfte der empfohlenen Tagesdosis an Eisen auf. Der Grund: Viele Frauen starten schon mit einer Unterversorgung in die Schwangerschaft − in der sich der tägliche Eisenbedarf dann auch noch auf 30 mg verdoppelt. Diese Eisenmenge ist mit der üblichen Ernährung kaum zu decken, zumal in der Schwangerschaft Leberprodukte, die besonders eisenreich sind, wegen ihres hohen Vitamin-A-Gehaltes nicht verzehrt werden sollten. Wird nicht rechtzeitig gegengesteuert (z.B. mit Eisenpräparaten, die für Schwangere geeignet sind), kommt es zu einer fortschreitenden Entleerung der Eisenspeicher – das kann für Mutter und Kind gefährlich werden. Auch in der Stillzeit liegt ein erhöhter Eisenbedarf vor, sodass auch in dieser Phase auf eine gute Eisenversorgung geachtet werden muss.

Eisenmangel durch Blutungen

Neben einer unzureichenden Eisenversorgung kommen auch Blutungen (z. B. durch Verletzungen oder chronische Magen-Darm- Erkrankungen) als Ursache für einen Eisenmangel infrage. Bei Frauen spielt die Menstruation eine wichtige Rolle: Mit jeder Regelblutung verlieren sie ungefähr 15 Milligramm des wertvollen Spurenelements. Um diese Verluste auszugleichen, müssen Frauen täglich 5 mg mehr Eisen aufnehmen als Männer.

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